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Schröpfen

Geschichte des Schröpfen
Beim Schröpfen handelt es sich um eine der ältesten Behandlungsmethoden überhaupt.
Wer kennt nicht die Bilder von Schamanen der Naturvölker die in Trancezuständen mit dem Mund die Krankheiten aus bestimmten Körperstellen saugen und diese dann weit von sich speien.
Die Idee ist dem Körper da Böse auszusaugen und damit der Ursprung aller Ausleitverfahren.

Die Stoffwechselvorgänge beim Schröpfen
Im Gegensatz zum Schamanen dem sein Galube an die Therapie genügt, müssen wir heute wissenschaftlich erklären was beim Schröpfen passiert:
Der Unterdruck der mittels Feuer oder Vakkumpumpe im Schröpfglas erzeugt wird stellt einen therapeutischen Reiz dar, welcher auf Grund der Druckunterschiede im Glas und im Gewebe zu einer Überschreitung der Kapillarschranke und damit zu einem Übertritt von Blut ins Gewebe führt.

Dieser gewollt erzeugte Bluterguss zwingt nun die körpereigene Abwehr sich mit dem Problem auseinanderzusetzten, was zu einer erhöhten Durchblutung der gesamten Region führt.
Zudem werden eine hohe Anzahl von Abwehrzellen von Körper bereitgestellt, welche dann nicht nur das gesetzte Hämatom angreifen sondern zudem alle Stoffwechselschlacken und Entzündungsprodukte in der Region angreifen und über die normalen Wege ausscheiden.

Indikationen
Das Schröpfen beschränkt sich nicht nur wie früher auf die Behandlung von Erkältunngskrankheiten und Lungenentzündung ( gilt heute als strenge Kontaindikation da Antibiotika zwingend vorgeschrieben sind) , sondern bewährt sich vorallem bei Sportverletzungen, muskulären Problemen und Verspannungen.
Als Reizsetzung bei der Reflexzonentherapie ist Schröpfen erste Wahl.

  

1928 -2008